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Late Summer Jazz Teil 3

 

https://www.arte.tv/de/videos/099344-003-A/late-summer-jazz-3-5/

Pure Desmond, Charlotte Greve, Peirani – Parisien

In Folge drei breitet sich die musikalische Herbstfrische über den halben Globus aus: In Brooklyn wartet Saxophonistin Charlotte Greve in einem beliebten Musikerzentrum und ein Schweizer Alpengipfel übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf das Quartett Pure Desmond aus. In Frankreich leben Vincent Peirani und Emil Parisien, die ihre Inspiration in diesem Fall aus Argentinien beziehen.

Nachdem der Aufruf zu LATE SUMMER JAZZ erfolgte, starteten Lorenz Hargassner, Johann Weiss, Christian Flohr und Sebastian Deufel mit dem Auto von Hannover in Richtung Schweiz. Dort beförderten sie das Equipment ihrer Band Pure Desmond per Seilbahn auf das 2790 Meter hohe Schilthorn. Aus einem ganz bestimmten Grund – das Piz Gloria Bergrestaurant war einst der spektakuläre Schauplatz des James Bond-Streifens „Im Geheimdienst ihrer Majestät“. Und da das Quartett mit dem Faible für Konzeptalben dem Geheimagenten 007 seit Monaten musikalisch auf der Spur ist, entstanden inmitten der einstigen Kulisse stilechte Versionen von „Licence to Kill“ und „James Bond jagt Dr. No.“ Großes Jazz-Kino – man lebt halt nur zweimal …

Charlotte Greve zog es während des Musikstudiums in Berlin immer wieder nach New York. Mitten in Brooklyn erlebte die mit dem ECHO Newcomer-Preis ausgezeichnete Musikerin ebenso den Lockdown wie die Proteste der „Black Live Matter“ Bewegung, die sich in die Graffiti rund den Musiker-Spot IBeam spiegeln. Im Probenraum postierte sie Videokameras und Mikrophone und tat sich mit Drummer Vinnie Sperrazza und Bassist Chris Tordini zusammen, mit denen sie die Gruppe Charlotte Greve & The Choir Invisible bildet. Ihre Komposition „Low“ wird auch auf der kommenden CD des Trios zu hören sein.

Dass die ungewöhnliche Kombination Akkordeon und Saxophon hervorragend harmoniert, stellten Vincent Peirani & Emil Parisien schon auf ihrer ersten CD „Belle Epoque“ unter Beweis. Ihr neues Album „Abrazo“ ist von Tangomusik geprägt. Doch die Konzerte rund um die Veröffentlichung mussten er einmal warten. Für die dritte Folge LATE SUMMER JAZZ wählten die beiden Virtuosen ein Stück aus, das sie in der Hamburger Elbphilharmonie entstand und eine Zeitlang nur auf ARTE Concert zu sehen wird: „Temptation“, die Bearbeitung eines Tangos aus der Feder des legendären Xavier Cugat.

Autor: Volker Präkelt

Beratung: Stefan Gerdes (NDR Jazzredaktion)

Schnitt: Frank Tschöke

Produktion: Seelmannfilm im Auftrag von NDR/ARTE

Redaktion: Ulrike Dotzer (ARTE)

Produktionsleitung NDR/ARTE: Melanie Clausen