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„Ich bin kein Unterschriftenautomat“ Unterwegs mit Bundespräsident Horst Köhler

Ein Film von Rolf Seelmann-Eggebert
27-05-2007 / 18:05-18:50 Uhr auf ARD
 

Die Schlagzeilen, die Bundespräsident Horst Köhler durch seine Amtszeit begleiten, reichen von „Horst wer ?“ bei seiner Wahl 2004 bis „Super-Horst“, von dem heute gelegentlich die Rede ist. Er ist das neunte Staatsoberhaupt in der Geschichte der Bundesrepublik, aber der erste Präsident, der nicht als Parteisoldat Karriere gemacht hat und den Bürgern deshalb nicht vonvornherein ein Begriff war.
17 Tage lang haben Rolf Seelmann-Eggebert und sein Team den Bundespüräsidenten im Autrag des Norddeutschenb Rundfunks durch seinen Alltag begleitet, vom Sommerfest in Schloss Bellevue 2006 bis zur Ghanareise im Januar 2007. Sie haben offizielle Anlässe dokumentiert und Ereignisse privaterer Natur. So waren sie dabei, als das Ehepaar Köhler in Ostfriesland Urlaub machte, und filmten den Bundespräsidenten im Trainingsanzug, als er in Berlin einen 1.000 m Lauf absolvierte – die letzte Hürde für das Sportabzeichen.

Auch Eva Luise Köhler, die Frau des Bundespräsidenten, hat das Team begleitet, als sie in ihrer Eigenschaft als Schimherrin von ACHSE, einer Initiative zu Gunsten von Patienten, die an sehr seltenen chronischen Krankheiten leiden, die Berliner Charité besuchte.

In einem ausführlichen Interview erklärt der Bundespräsident, weshalb er im vergangenen Jahr zwei ordnungsgemäss verabschiedeten Gesetzen der Bundesregierung seine Unterschrift versagt hat. Er begründet, weshalb er als Thema seiner „Berliner Rede“ die Bildung gewählt hat. Er beschreibt, warum Afrika für Deutschland und die westlichen Industrienationen eine Aufgabe von grosser Bedeutung ist. Darüber unterhielt er sich mit dem Autor besonders gerne. Denn Rolf Seelmann-Eggebert kennt sich aus im schwarzen Kontinent. Er war acht Jahre Korrespondent der ARD in Afrika.